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Vatertagsausflug der RK

Die Oberweißbacher Bergbahn war am Himmelfahrtstag das Reiseziel der Marienrother Reservistenkameraden. 45 reiselustige Vatertagsausflügler machten sich in den frühen Morgenstunden mit dem Reiseunternehmen Neubauer auf den Weg.Die Bergbahn liegt im Schwarzatal, inmitten des Thüringer Waldes. Sie verbindet die Talstation Obstfelderschmiede mit der Bergstation Lichtenhain, wo die ebenfalls mit historischen Fahrzeugen betriebene Flachstrecke nach Oberweißbach und Cursdorf beginnt.

Die Oberweißbacher Bergbahn ist das Herzstück im Bergbahnland. Eine Straßenverbindung oder eine normale Bahnstrecke zu bauen war damals noch unmöglich. Die Notlage der Gemeinden war dramatisch.
Der Eisenbahningenieur Dr. Wolfgang Bäseler hatte schließlich die bahnbrechende Idee. Eine Standseilbahn mit zwei verschiedenartigen Wagen. Ein keilförmiger Transportwagen für Güter und ein stufenförmiger Personenwagen sollten sich in der Mitte der Strecke kreuzen. Das war die Geburtsstunde der Oberweißbacher Bergbahn. Sie ist die steilste Standseilbahn zum Transport normalspuriger Eisenbahnwagen. Sie hat eine Länge von 1,38 km und eine maximale Steigung von 25%. Sie wurde 1923 feierlich eröffnet und wird noch heute mit den Bergbahnwagen aus dem Eröffnungsjahr betrieben. Schwere Materialien konnten jetzt problemlos hinauf- und fertige Waren hinabtransportiert werden. Durch den Bau der Flachstrecke wurden zudem die Bergorte an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Mut, Erfindergeist und Hartnäckigkeit hatten gesiegt und waren ein Segen für die gesamte Region. Erst als die Planung einer Straße Jahrzehnte später umgesetzt werden konnte, wurde der Güterverkehr 1966 auf der Bergbahn eingestellt. Bestaunt und geliebt wird die Bergbahn aber auch heute noch. Genau wie vor 100 Jahren liesen sich die 323 Höhenmeter entspannt überwinden. Auf der Bergstation in Lichtenhain besuchte man das Bergbahnfest mit einem regionalen Markt. Hier hatte man Zeit zum Bummeln und Schlemmen von Thüringer Spezialitäten. Danach gings weiter zur sehenswerten Oberweißbacher Kirche. Sie ist die größte Dorfkirche Thüringens mit 2000 Sitzplätzen und der größten Kanzel Europas. Ein weiteres Ziel bei Oberweißbach war der Fröbelturm, benannt nach Friedrich Fröbel. Er war Pädagoge und Begründer des Kindergartens. Bei einer schönen Aussicht und strahlendem Sonnenschein spendierten die Reservisten wieder eine Brotzeit. Der mittlerweile 19. Vatertagsausflug der Marienrother Reservistenkameraden war eine erlebnisreiche und informative Rundfahrt im schönen Thüringer Wald. Zuhause angekommen ging es mit Kaffee und Kuchen und einer Grillparty vor dem Feuerwehrhaus weiter. Ein Schießkino auf Großbildleinwand von Josef Bayer aus Grössau sorgte wieder für gute Unterhaltung. Bei einem spannenden Stechen wurde Maren Hofmann Schützenkönigin gefolgt von Thomas Grünbeck ( RK Rothenkirchen) und Johannes Fiedler (RK Marienroth). Vorsitzender Rudolf Hofmann überreichte
den 1. Preis, der vom Gasthaus Kaima- Görg gestiftet wurde und bedankte sich bei allen Teilnehmern.

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